Wenn Worte sich melden
- michelpoiccarrd
- vor 11 Stunden
- 1 Min. Lesezeit
Tausend Anfänge hat es gekostet, ehe ich diesen Artikel beenden konnte.
Tausend Anfänge und die Erkenntnis, dass ein falsches „Etwas“ oft besser ist als ein richtiges „Nichts“ (Morrissey würde mir in dieser Hinsicht sicher widersprechen).
Wie dem auch sei – nach monatelanger Abstinenz wird im Hause Massih wieder gelesen. Begriffe wie Bibliomanie kommen mir beim Schreiben bereits in den Sinn, rasch gefolgt von so bescheuerten Redewendungen wie besser „die Kirche im Dorf zu lassen“.
Alles begann damit, dass ich Recherchen zu einem Artikel über Jeff Buckley anstellte, der nie fertig wurde. In der Dokumentation „It’s never over“ stieß ich in einer kurzen Sequenz auf den Bücherstapel des Musikgenies, der sich auf dessen Nachttisch türmte, und bestellte bei Amazon mit „laughable loves“ direkt den Titel, der mir davon am vielversprechendsten erschien.
Die Lektüre enttäuschte nicht, und verblüfft nahm ich zur Kenntnis, dass der Klassiker „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ aus der Feder des ebenselben Milan Kundera stammt.
(Der Ehrlichkeit halber muss ich jedoch eingestehen, beide Bücher bis jetzt nur zur Hälfte gelesen zu haben).
Doch damit nicht genug: für die literarische Druckbetankung zwischendurch eignet sich wunderbar die Shortlist des Literaturpreises „Wortmeldungen“. In Zeiten großer Langeweile immer wieder erprobt, lieferten die Nominierten wie Ausgezeichneten jedes Mal ab.
Besonders ins Herz geschlossen habe ich folgende Texte von Lea Sauer und Lara Rüter:
In der Hitparade meiner(!) kürzesten Wortmeldungen auf diesem Blog rangiert diese hier mindestens auf Platz fünf.
Bleibt also nicht viel zu wünschen übrig, außer guter Unterhaltung bei der Lektüre!

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